Schnupfen behandeln: So geht’s!

30. November 2017
7 Min.

Wenn das Wetter draußen kalt und nass wird, nimmt das Schniefen und Schnäuzen der Kollegen, Freunde oder Kinder wieder zu. Ein Erkältungsschnupfen ist zwar in der Regel harmlos, aber doch lästig: Die Nase ist zu, die Außenhaut der Nase vom vielen Naseputzen schon gerötet, trocken und schuppig. Was also tun gegen Schnupfen?

Nase zu? Alles Wichtige zu Nasensprays bei Schnupfen

Ein Erkältungsschnupfen (akute Rhinitis) wird in der Regel durch Viren verursacht, welche die Zellen der Nasenschleimhaut befallen. Der Körper reagiert darauf, indem er vermehrt Nasensekret bildet – die Nase läuft. Ist die Erkältung weiter fortgeschritten, schwillt die Nasenschleimhaut an, das Sekret wird zähflüssiger und die Nase erscheint zu. Solch ein Stockschnupfen ist besonders lästig, da er die Nasenatmung erschwert und infolgedessen zu Schlafproblemen oder einem trockenen Mund führen kann, wenn wir durch den Mund atmen. Viele Betroffene behandeln einen derartigen Schnupfen mit Nasensprays. Hierbei gibt es verschiedene Sprays zur Auswahl:

  • Abschwellende Nasensprays: Diese Sprays enthalten einen Wirkstoff aus der Gruppe der Sympathomimetika, welche gefäßverengend wirken und so das Durchatmen erleichtern. Da sie abhängig machen können und die Nasenschleimhaut austrocknen, sollten sie nicht länger als eine Woche am Stück verwendet werden.
  • Meerwasser-Nasensprays: Eine sanfte Alternative, um einen Schnupfen zu behandeln, sind hypertone Meerwasser-Nasensprays. Diese befeuchten, spülen die Nase durch und wirken ebenfalls leicht abschwellend. Zudem können sie langfristig benutzt werden.

Richtig angewendet können Nasensprays also eine gute Möglichkeit sein, den Schnupfen zu behandeln. Neben Sprays gibt es spezielle Nasensalben, die einer gereizten und geröteten Nase Linderung verschaffen können. Auch gegen den Juckreiz und das Spannungsgefühl, das durch den Gebrauch der Sprays und das Naseputzen entstehen können, helfen diese Salben aus der Apotheke.

Ein Wort zu Erkältungssprays: Diese wirken nicht abschwellend, sind also keine Antwort auf die Frage „verstopfte Nase, was tun?“. Vielmehr legt sich der natürliche Wirkstoff des Sprays wie ein Schutzfilm auf die Nasenschleimhaut und kann so die Virenbelastung der Nase reduzieren. Erkältungssprays eignen sich insbesondere zur Vorbeugung. Ein Gewöhnungseffekt tritt bei diesen Sprays nicht auf.


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Schnupfen mit pflanzlichen Mittel behandeln

Über 200 Virenarten können einen Erkältungsschnupfen auslösen. Und gegen Viren sind Antibiotika, die vom Arzt verschrieben werden müssen, machtlos. Eine gute Methode, um einen Schnupfen schnell loszuwerden, sind deshalb pflanzliche Mittel. Bewährte Heilpflanzen gegen Schnupfen sind:

  • Eukalyptus: verbessert die Durchblutung der Schleimhaut und verflüssigt das Nasensekret
  • Thymian: wirkt antibakteriell und löst zähen Schleim
  • Kamille: wirkt entzündungshemmend und keimtötend
  • Myrte: fördert den Sekretabfluss

Wie Sie diese pflanzlichen Mittel einsetzen, um einen Schnupfen schnell loszuwerden, bleibt Ihnen überlassen – die Anwendungs- und Darreichungsmöglichkeiten sind sehr variantenreich. Cremes und Balsame empfinden vor allem Kinder vor dem Schlafengehen als sehr wohltuend. Auf die Brust aufgestrichen wirken die enthaltenen ätherischen Öle von außen leicht abschwellend auf die verstopfte Nase. Was Sie noch tun können, sind Dampfinhalationen mit Kamillenblüten oder Thymian. Auch als Tee finden die pflanzlichen Fittmacher Anwendung beim Behandeln eines Schnupfens.

Vorsicht vor ätherischen Ölen bei Kindern Babys und Kinder unter sechs Jahren sollten Sie nicht mit Eukalyptus, Kampfer oder Menthol behandeln. Das Einreiben oder Inhalieren kann bei ihnen zu akuter Atemnot führen. Auch können einige ätherischen Pflanzenöle bei Kindern Allergien auslösen.

Schnupfen was tun? Bewährte Hausmittel

Ebenfalls beliebt zur sanften Behandlung von Schnupfen sind Hausmittel. Bestimmt gibt es in jeder Familie einige Tipps und Tricks, die schon Oma kannte und die beim Auftauchen der Frage „Schnupfen, was tun?“ empfohlen werden. Kennen Sie diese schon?

  • 1. Nasenspülungen mit einer Kochsalzlösung: Profis benötigen für diesen Tipp, um einen Schnupfen schnell loszuwerden, nur eine hohle Hand und etwas Salzlösung. Etwas mehr Equipment dafür finden Sie in jeder Apotheke.
  • 2. Majoranbutter: Ein traditionell hessisches Rezept aus frischem Majoran und Butter, das unter der Nase gestrichen wird und beruhigend auf Schnupfennasen wirkt.

Noch mehr gute Hausmittel gegen Schnupfen finden Sie hier zusammengestellt. Sollte der Schnupfen nach zwei Wochen immer noch anhalten, oder sich ein Druckgefühl in der Stirn oder dem Oberkiefer bilden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. In diesem Fall kann sich der Virusinfekt auf die Nasennebenhöhlen ausgebreitet haben und dort eine Nasennebenhöhlenentzündung verursacht haben.

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Verstopfte Nase: Was tun Schwangere und Kinder?

Nicht alle Mittel zum Behandeln eines Schnupfens sind auch für kleine Schnupfennasen oder Schwangere geeignet. Schwangere sollten vor allem vorsichtig bei abschwellenden Nasensprays sein. Die enthaltenen Stoffe können die Durchblutung vermindern und sollten daher nur nach ärztlicher Rücksprache verwendet werden.

Und was tun Kinder mit Schnupfen? Für Kinder unter sechs Jahren sind bestimmte ätherische Öle wie Eukalyptus, Kampfer oder Menthol tabu, da sie Atemprobleme auslösen können. Kinder sollten auch niemals abschwellende Nasensprays für Erwachsene bekommen, da die Wirkstoffkonzentration viel zu hoch sein kann. Extra für Babys und Kinder bis sechs Jahre gibt es Nasentropfen, die weniger abschwellenden Wirkstoff enthalten. Fragen Sie vorab bitte einen Kinderarzt um Rat. Ab sechs Jahren können Kinder mit Schnupfen ein abschwellendes Spray für Erwachsene bekommen. Dieses darf aber nur wenige Tage verabreicht werden.

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