Erkältung von Baby & Kleinkind: Das Wichtigste auf einen Blick

10. November 2011
6 Min.

Bei so mancher mehrköpfigen Familie könnte man den Eindruck bekommen, dass permanent eines der Kinder krank ist. Gerade ist die Tochter wieder fit genug, um in den Kindergarten zu gehen, beginnt die Nase des Sohnes zu laufen. Das ist kein Wunder, denn Kleinkinder und Babys sind im Jahr durchschnittlich sechs- bis zehnmal erkältet. Im Vergleich erwischt es Erwachsene nur etwa zwei- bis dreimal jährlich1

Schon wieder erkältet: Wie das Kind sich ansteckt

Kleines Mädchen hat Schnupfen wegen Erkältung.

Das Immunsystem befindet sich während der Kindheit noch in der Entwicklung, daher sind Kinder gefühlt ständig krank. Vor allem in den kalten Jahreszeiten Herbst und Winter stecken sich die Kleinen im Kindergarten oder in der Schule mit Erkältungen (auch grippaler Infekt genannt) an. Die Entzündung der oberen Atemwege entsteht jedoch nicht primär wegen der Kälte. Die Schleimhäute sind dann zwar anfälliger, da sie weniger gut durchblutet werden. Die eigentliche Ursache für eine Erkältung sind aber bei Babys und Kindern wie bei Erwachsenen Erkältungsviren, beispielsweise Rhino- oder Enteroviren. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfchen beim Husten und Niesen, beim Händeschütteln, beim Spielen oder über verunreinigte Gegenstände, an denen Viren haften. Die Erreger dringen in die Schleimhäute von Nase und Rachen ein und lösen dort Beschwerden aus.



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Symptome & Verlauf der Erkältung beim Baby und Kleinkind

Symptome und Verlauf einer Erkältung bei Babys und Kindern entsprechen in der Regel der von Erwachsenen. Krankheitszeichen treten überwiegend an Schleimhäuten der Nase, des Rachens und in den Bronchien auf. Zunächst bemerken die Eltern erste Beschwerden wie eine laufende Nase und häufiges Niesen. Außerdem klagen Kinder, die alt genug sind sich mitzuteilen, über Kratzen im Hals und Schluckbeschwerden. Babys wollen eventuell weniger trinken und schreien häufiger.

Danach folgen bei Babys und Kleinkindern typischerweise Erkältungssymptome wie

  • Schnupfen (mit 80 Prozent das häufigste Krankheitszeichen2),
  • Husten,
  • Halsschmerzen und Heiserkeit,
  • Kopfschmerzen,
  • mäßige Gliederschmerzen und
  • leichtes Fieber (bis 39 Grad Celsius)

Grippaler Infekt oder Grippe?

Ein grippaler Infekt ist keine „echte“ Grippe, auch wenn beide Infektionen durch Viren verursacht werden. Für die Grippe sind Influenzaviren verantwortlich, die heftigere Symptome auslösen als die einer Erkältung. Meist leiden Kinder mit einer Grippe an plötzlichen, schweren Krankheitszeichen mit Fieber über 39 Grad Celsius. Bei Verdacht auf eine Grippe sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen.

Husten, Schnupfen, Heiserkeit bekämpfen: Erkältung behandeln

Auch wenn eine Erkältung oft von alleine verschwindet, müssen Eltern nicht tatenlos zusehen. Achten Sie darauf, dass Ihr krankes Kind ausreichend trinkt, zum Beispiel Kräutertees ohne Zucker. Die Flüssigkeit hält die Schleimhäute feucht und macht sie widerstandfähiger gegen Viren. Außerdem gibt es einige Hausmittel, homöopathische Mittel oder auch pflanzliche Medikamente, die bei Kindern und Babys mit Erkältungssymptomen eingesetzt werden können – etwa zur Behandlung der Halsschmerzen von Kleinkindern.

Fragen Sie vorab Ihren Kinderarzt, was bei Ihrem Kind helfen könnte. Auch, bevor Sie Medikamente gegen Erkältungsbeschwerden einsetzen, sollten Sie immer Rücksprache mit dem Arzt halten! Der Kinderarzt kann, wenn nötig, rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke oder auch Zäpfchen gegen Fieber oder Schmerzen in der richtigen Dosierung verordnen.



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Wann Sie mit Ihrem kranken Kind zum Arzt gehen sollten

Ein grippaler Infekt dauert bei Kindern im Durchschnitt sieben bis zehn Tage3. Danach können die Kleinen wieder unbeschwert toben. Bei Kindern ist ein grippaler Infekt in der Regel harmlos und kein Grund zur Sorge. Ist das Kind aber schon vor der Erkältung krank, sollten Eltern frühzeitig den Kinderarzt aufsuchen, zum Beispiel bei chronischen Vorerkrankungen wie Asthma bronchiale oder Diabetes mellitus. Denn das geschwächte Immunsystem dieser Kinder ist durch die Erkältungen zusätzlich belastet.

Außerdem ist der Gang zum Mediziner Pflicht, wenn

  • die Erkältung beim Kleinkind oder Baby länger als eine Woche andauert.
  • Sie vermuten, dass Ihr Baby unter starken Halsschmerzen leidet (zum Ausschluss von anderen schwerwiegenderen Erkrankungen).
  • das Kind über einen Zeitraum von zwei Wochen hustet.
  • das Kind über Heiserkeit klagt.
  • Atembeschwerden auftauchen.
  • das Kind an Schmerzen leidet.
  • sich der Schleim gelblich oder rot (Hinweis auf Blut) verfärbt.

Der Arzt kann die Erkältungsbeschwerden des kranken Babys oder Kleinkinds behandeln und somit verhindern, dass Komplikationen wie eine Mittelohrentzündung oder Lungenentzündung entstehen.

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