Husten, Schnupfen und Co: Was tun bei einer Erkältung?

Die Nase läuft, der Hals kratzt und Sie fühlen sich einfach schlapp? Dann hat Sie wohl ein grippaler Infekt fest im Griff – und den gilt es zu behandeln. Aber wie können Sie die Erkältung schnellstens wieder loswerden? Was Sie bei einer Erkältung tun sollten, haben wir nachstehend für Sie zusammengefasst.

Um ihre Erkältung zu behandeln trinkt eine Frau Tee.

Kann ich eine Erkältung behandeln?

Eine Erkältung wird in der Regel durch Viren verursacht und verläuft zumeist recht harmlos. Trotzdem fühlen sich Betroffene schlapp, unwohl und leiden unter Symptomen wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen. Wer wünscht sich da nicht eine schnelle Lösung?

Zunächst sei gesagt: Ein starkes Immunsystem bekämpft die Erreger ohne medikamentöse Hilfe – die Erkältung dauert dementsprechend so lange, wie der Kampf der Immunabwehr anhält. Gegen die Erkrankung selbst ist allerdings kein Kraut gewachsen. Tipps gegen Erkältung zielen vor allem auf die Unterstützung des Immunsystems und die Linderung der Symptome ab.

Ob und wie Sie die Erkältung behandeln können, hängt zudem von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen:

  • aufgenommene Virusdosis
  • Status des Immunsystems
  • Neuheit der Virusvariante für das Immunsystem
  • zusätzliche andere Erkrankungen
  • Ernährung und Nährstoffversorgung
  • Stresslevel

Was Sie bei einer Erkältung jedoch nicht tun müssen: Antibiotika einnehmen. Diese wirken nicht gegen Viren und damit auch nicht bei einer Erkältung.

Infekt loswerden: Hausmittel gegen Erkältung

Verhindern Sie das Eindringen von Erkältungsviren in die Zellen der Nasenschleimhaut, damit die Symptome eines grippalen Infekts gar nicht erst ausbrechen.

Die oberste Devise bei einer Erkältung heißt: Ruhe. Sie gibt Ihrem Immunsystem Zeit, sich gegen die Erreger zu wehren und der Körper kann sich erholen. Das heißt nicht unbedingt, dass Sie den ganzen Tag im Bett liegen müssen. Ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft tut Ihnen sicherlich gut. Auf Sport und körperlich anstrengende Arbeiten sollten Sie hingegen verzichten.

Darüber hinaus können Sie auf bewährte Hausmittel zurückgreifen, um die Erkältung loszuwerden:

Erkältungstee

Wenn Sie viel trinken, tun Sie Ihren Schleimhäuten und dem Stoffwechsel etwas Gutes. Greifen Sie dafür ruhig zu Erkältungstees mit typischen Heilpflanzen wie Salbei, Lindenblüte oder Weidenrinde. Sie bringen, je nach Zusammensetzung des Tees, eine schmerzlindernde, entzündungshemmende oder fiebersenkende Wirkung mit sich.

Inhalieren

Um die Atemwege zu unterstützen, ist einer der besten Tipps gegen Erkältung das Inhalieren. Der warme Wasserdampf befeuchtet die Schleimhäute, löst Schleim und regt die Durchblutung an. Zusätzlich können Sie zum Inhalieren Salz, Kräuter oder ätherische Öle in die Lösung mischen. Aber Achtung: Nehmen Sie bei den Ölen nur wenige Tropfen. Zu viel des Guten macht die Mischung zu intensiv. Ärzte, Heilpraktiker oder Apotheker beraten Sie gerne zu geeigneten Inhalations-Zusätzen.

Erkältungsbad

Was Sie noch bei einer Erkältung tun können? Ein Erkältungsbad nehmen. Für das Wasser können Sie beispielsweise ätherische Öle von Eukalyptus oder Fichtennadeln verwenden. Auch Menthol eignet sich als Hausmittel gegen Erkältung gut. Während Sie die Düfte inhalieren und sich so der Schleim in den Atemwegen lösen kann, wärmt das Bad den Körper und unterstützt das Immunsystem.

Wickel

Ein weiterer Klassiker unter den Hausmitteln gegen Erkältung sind Wickel – meistens Waden- oder Halswickel — zum Kühlen und Wärmen verschiedener Körperpartien. Kalte Wickel können vor allem bei Fieber und Kopfschmerzen helfen. Warme Wickel hingegen eignen sich bei Halsschmerzen und Heiserkeit.
Der Wickel besteht immer aus mindestens zwei Tüchern: einem feuchten (kühlenden oder wärmenden) sowie einem trockenen, damit Sofa oder Bett nicht nass werden. Als Zusatz für den Wickel können Sie beispielsweise gekochte Kartoffeln verwenden, da diese die Wärme besonders lange speichern können.

Was tun bei Erkältung? Medikamente lindern Beschwerden

Was können Sie noch tun bei Erkältung, wenn Sie diese schnellstmöglich wieder loswerden oder sich zumindest besser fühlen wollen? Eine Generallösung gibt es leider nicht. Da sich Erkältungen aber durch verschiedene Beschwerden zeigen, lindern bestimmte Medikamente diese entsprechend. Bei Schnupfen können Sie zu abschwellenden Nasensprays oder Nasentropfen greifen, um die verstopfte Nase zu befreien. Achten Sie bei den Sprays jedoch darauf: Länger als eine Woche sollten Sie diese nicht anwenden, da sie sonst zu einer Abhängigkeit (Gewöhungseffekt) führen können1.

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Wer nicht zu herkömmlichen, abschwellenden Nasensprays greifen möchte, kann Produkte mit Meersalz oder pflanzlichen Zusätzen nutzen. Diese schonen die Schleimhäute und besitzen keinen Gewöhnungseffekt. Auch spezielle Erkältungssprays mit den Wirkstoffen der Rotalge finden Verwendung. Sie stehen in dem Ruf, einen schützenden Film über der Nasenschleimhaut zu bilden.

Quält Sie ein starker Husten, der sich einfach nicht lösen will, erhalten Sie in der Apotheke zwei unterschiedliche Typen von Hustenmedikamenten, um dieses Symptom der Erkältung zu behandeln. Zum einen sind das Schleimlöser, die bei produktivem Husten zum Einsatz kommen. Sie verflüssigen den festsitzenden Schleim und sorgen dafür, dass er leichter abgehustet werden kann. Zum anderen gibt es Hustenstiller, die bei Reizhusten häufig vor dem Schlafengehen Anwendung finden, um nicht ständig durch Husten geweckt zu werden. Welches Medikament bei Ihrer Art von Erkältungshusten geeignet ist, entscheidet am besten Ihr Arzt.

Um die Halsschmerzen bei einer Erkältung zu behandeln oder zu lindern eignen sich:

  • Lutschtabletten und -pastillen
  • Halssprays
  • Gurgellösungen und -tees

Lutschtabletten enthalten häufig einen leicht betäubenden oder schmerzlindernden Wirkstoff. Aus der Naturapotheke kommen zum Beispiel Salbei zum Einsatz. Aus der Schulmedizin können diese Tabletten mit Lidocain oder Benzocain versehen sein. Die sind häufig auch in schmerzlindernden Halssprays enthalten. Gurgellösungen wirken meist keimtötend und hemmen so die schmerzhafte Entzündung. Sie spülen die Erreger weg und befeuchten die Schleimhäute, sodass Sie dieses Symptom der Erkältung schneller loswerden.

Bei Kopf- und Gliederschmerzen kommen Wirkstoffe zum Einsatz, die häufig gleichzeitig auch gegen Fieber wirken, beispielsweise Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Paracetamol. In der Regel erhalten Sie Arzneimittel mit diesen Wirkstoffen rezeptfrei in der Apotheke.

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1Friese, K.-H.: Homöopathie in der HNO-Heilkunde. Stuttgart: Hippokrates Verlag42005.S.67.