Halsschmerzen: Alles zu Ursachen & Behandlung

Halsschmerzen sind ein lästiges Übel – Kinder wie Erwachsene leiden bei einer Atemwegsinfektion unter diesem Symptom. Manchmal kündigen Halsschmerzen jedoch auch eine ernste Erkrankung an, denn die Anatomie des Halses ist sehr komplex. Abhängig vom Auslöser gibt es viele Tipps und wirksame Mittel, mit denen man Halsweh effektiv behandeln kann. Wir erklären, was Sie gegen Halsschmerzen tun können und welche Ursachen dafür infrage kommen.

Halsschmerzen im Überblick: Was sind Halsschmerzen >>
Mittel gegen Halsweh >>
Tipps gegen Halsschmerzen >>
Gezielt vorbeugen >>

Was sind Halsschmerzen?

Frau mit Halsschmerzen fasst sich an den Hals.

Halsschmerzen kennt wahrscheinlich jeder: Auf ein zunächst unangenehmes Kratzen folgen oft schon wenige Stunden später die typischen Schmerzen im Hals. Als Halsschmerzen bezeichnet man dabei medizinisch gesehen ganz allgemein Beschwerden im Rachenraum. Als akut gelten sie, wenn sie nicht länger als 14 Tage andauern. In den meisten Fällen sind Halsschmerzen durch eine Infektion der oberen Atemwege bedingt, man spricht dann von einer Rachenentzündung oder Pharyngitis. Zu den Halsschmerzen gesellen sich meist noch Schluckbeschwerden, Husten und Heiserkeit. Kleinkinder und Babys zeigen Halsschmerzen oft auch dadurch, dass sie die Nahrung verweigern.

Der Hals als Knotenpunkt des Körpers

Hals und Rachen sind ein zentraler Bereich unseres Körpers. Die hier angesiedelten Mandeln und Lymphknoten bilden zusammen mit den Schleimhäuten einen wichtigen Abwehrring. Gleichzeitig ist hier der Kehlkopf angesiedelt, der für die Stimmbildung zuständig ist. Im Rachen beginnen außerdem die Speise- und die Luftröhre. Überlebensnotwendige Vorgänge wie Atmung, Essen und Trinken finden daher auch über den Hals statt. Starke Halsschmerzen, die mit Schluckbeschwerden einhergehen, können die Nahrungsaufnahme negativ beeinträchtigen.

– Anzeige –

algovir effekt

– Anzeige –

alogovir effekt

Häufige Ursachen von Halsschmerzen

Halsschmerzen sind ein Warnsignal unseres Körpers. Meist weisen sie auf eine Erkrankung hin – damit sind Halsschmerzen eine überaus sinnvolle Reaktion unseres Körpers. Die häufigste Ursache für Halsschmerzen ist eine Virusinfektio, die eine Rachenentzündung auslöst: In Deutschland erwischt es jeden Erwachsenen etwa zwei- bis dreimal pro Jahr. Keime dringen dann in die Schleimhäute ein und stimulieren dort liegende Nervenenden, die an das Gehirn einen Schmerzimpuls senden. Das Ergebnis: unangenehme Halsschmerzen. Insbesondere im Winter kommt es häufig dazu, denn das kalte Wetter begünstigt die Infektion mit Viren. Zudem wird in den meisten Räumen im Winter geheizt, was der Luft die Feuchtigkeit entzieht. Atmen wir vermehrt trockene Luft ein, trocknen unsere Schleimhäute aus. Erreger haben dann leichtes Spiel, denn unser Schutzschild – die Schleimhäute – ist geschwächt.

Treten bei einer Rachenentzündung Komplikationen auf, kann sich die Entzündung ausbreiten: Fieber und Eiter sind erste Anzeichen dafür. Ein Abszess beispielsweise, also eine Eiteransammlung im Hals, ist nicht zu unterschätzen und muss teilweise sogar operativ entfernt werden. Auch Krankheiten wie Scharlach, eine Kehlkopfentzündung, eine Kehldeckelentzündung oder eine eitrige Mandelentzündung sollte man ernst nehmen.

Weitere mögliche Halsschmerz-Ursachen

Manchmal liegen jedoch auch ganz andere Ursachen vor:

  • übermäßige Belastung: Menschen, die viel sprechen oder singen, leiden regelmäßig unter Halsschmerzen. Das liegt mitunter daran, dass die Stimmbänder überlastet sind. Rauchen stellt ebenfalls eine Reizung der Atemwege dar. Gleiches gilt für Passivrauchen oder das Einatmen von Staub. Der Körper reagiert mit Heiserkeit, Halsschmerzen oder Kratzen im Hals.
  • Allergie: Auch eine Allergie kann die Ursache von Halsbeschwerden sein. Eine Überempfindlichkeit auf bestimmte Lebensmittel oder Insektenstiche beispielsweise kann das Anschwellen des Rachenraumes auslösen. Atemprobleme und Jucken im Hals sind weitere Symptome für eine allergische Reaktion.
  • weitere Erkrankungen: Sind zusätzlich die Lymphknoten angeschwollen, kann eine Virusinfektion wie Pfeiffersches Drüsenfieber, welches durch das Epstein-Barr-Virus ausgelöst wird, dahinterstecken. Diese Erkrankungen treten meist mit grippeähnlichen Symptomen auf (zum Beispiel Kopfschmerzen, Fieber, Erschöpfung).

Schluckbeschwerden in Kombination mit Halsschmerzen können auf eine sogenannte Systemische Erkrankung hinweisen. Dazu gehören Multiple Sklerose, Leukämie oder Parkinson. Diese Krankheiten sind jedoch sehr viel seltener die Ursache für Halsschmerzen als bakterielle Erreger oder eine Virusinfektion.

Fremdkörper im Hals

Halsschmerzen oder Schluckbeschwerden entstehen manchmal auch durch einen Fremdkörper im Hals, beispielsweise, wenn eine Gräte in der Speiseröhre festsitzt. Gerade Kinder verschlucken leicht Kleinteile von Spielzeug. Meist ist dies ungefährlich. Je nachdem, was im Hals festsitzt, kann jedoch akute Atemnot entstehen.

Auch manche Krebsarten machen sich zunächst durch Halsschmerzen und ein unangenehmes Gefühl im Hals bemerkbar. Die Betroffenen klagen dann über einen „Kloß im Hals“. Eine der häufigsten Krebsarten im Kopf-Hals-Bereich ist der Kehlkopfkrebs. Schilddrüsenkrebs gehört ebenfalls zu den Krankheiten, die mit Halsschmerzen und Heiserkeit einhergehen. Das Tückische an dieser Krebsart: Zu Beginn zeigt Schilddrüsenkrebs so gut wie gar keine Symptome. Erst im fortgeschrittenen Stadium treten Halsbeschwerden und Probleme mit dem Sprechen auf.

Trockene Luft als Ursache von Halsschmerzen

In der Nase und im Rachen befinden sich Drüsen, die fortwährend ein Sekret produzieren. Dieses schützt die Schleimhäute vor äußeren Einflüssen wie Staubpartikeln. Gleichzeitig enthält das Sekret wichtige Abwehrstoffe, die Erreger in Schach halten. Trockene Luft entzieht dem Sekret die Feuchtigkeit, sodass es seine Wirkung verliert. Erreger können leichter eindringen, gleichzeitig werden die Schleimhäute gereizt. Die Folgen sind unter anderem Halsschmerzen, Husten oder Infektionen.

Was tun gegen Halsschmerzen durch trockene Luft?

Wer sich täglich mehrere Stunden in klimatisierten Räumen aufhält, sollte besonders die Naseninnenwände mit einer entsprechenden Nasensalbe eincremen. Das hilft beispielsweise auch bei Langstreckenflügen. Mediziner raten, dass der Temperaturunterschied zwischen der Außentemperatur und der durch eine Klimaanlage gesenkten Innentemperatur nicht mehr als sechs Grad betragen soll, um den Körper nicht zu stark zu belasten. Außerdem ist es wichtig, viel zu trinken. Die Schleimhäute werden dadurch auch von innen befeuchtet. Besonders geeignet sind Wasser und warme Tees.

– Anzeige –

algovir effekt

– Anzeige –

alogovir effekt

In den eigenen vier Wänden lässt sich das Raumklima meist gut steuern. Mit einem sogenannten Hygrometer können Sie die Luftfeuchtigkeit einfach und genau messen. Um Halsschmerzen durch trockene Luft zu vermeiden, achten Sie darauf, dass die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent liegt. Besonders im Winter, wenn die Heizung in allen Räumen läuft, fällt der Wert oft unter 40 Prozent. Dann können Sie die trockene Luft gezielt befeuchten, indem Sie beispielsweise feuchte Handtücher oder Lappen über die Heizung hängen. Für viele Heizkörper können Sie auch Depots kaufen, die einfach mit Wasser gefüllt und an die Heizung gehängt werden. Alternativ stellen Sie einfach eine mit Wasser gefüllte Schale auf die Heizung.

Halsschmerzen entgehen Sie mitunter schon durch richtiges Lüften. Während in alten Häusern aufgrund undichter Ritzen und Fugen ohnehin ein permanenter Luftaustausch stattfindet, sind Neubauten sehr gründlich isoliert. Das ist gut für den Energieverbrauch, bedeutet aber, dass man gezielter lüften muss. Das Bundesministerium für Umwelt rät, mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten zu lüften. In den Sommermonaten werden pro Lüftungseinheit bis zu dreißig Minuten empfohlen. Die Fenster sollten dabei weit geöffnet werden. Um einen Energieverlust zu vermeiden, schalten Sie im Winter während des Lüftens am besten die Heizung ab.

Mittel gegen Halsweh

In aller Regel muss man sich keine großen Sorgen machen, wenn Halsschmerzen oder Heiserkeit auftreten. Sie sind zwar lästig, aber zumeist harmlos und klingen nach wenigen Tagen von alleine wieder ab. Bei einer entzündlichen Halskrankheit gibt es aber auch eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten, die helfen können. Viele Menschen greifen auf Präparate aus der Apotheke zurück. Diese enthalten oft bewährte pflanzliche Wirkstoffe, die in Kombination nicht nur die Symptome lindern, sondern auch die Erreger bekämpfen.

Außerdem haben sich viele Hausmittel bei Halsschmerzen über die Jahre sehr bewährt. Auch in der Homöopathie findet man eine große Auswahl an Wirkstoffen – ebenso gibt es eine Vielzahl pflanzlicher Medikamente. Gerade schwangere Frauen greifen vermehrt auf homöopathische oder pflanzliche Präparate zurück, da diese – richtig angewendet – bedenkenlos eingenommen werden können. Bei Halsschmerzen in der Schwangerschaft hat man jedoch auch die Möglichkeit, ausgewählte Medikamente zur Linderung einzunehmen.

Halten die Halsschmerzen länger als zwei bis drei Wochen an, ist es ratsam, sich ärztlich untersuchen zu lassen. Auch wenn Fieber, Atemnot oder Schluckbeschwerden auftreten, sollte die genaue Ursache geklärt werden.

Tipps gegen Halsschmerzen

Bei harmlosen Halsschmerzen, die aufgrund einer Erkältung auftreten, kann man zunächst zur Selbsthilfe greifen. Oberstes Gebot ist es, den Hals und die Rachenschleimhäute feucht zu halten und sich zu schonen. Das bedeutet:

  • viel trinken, am besten Kräutertees
  • Raumluft befeuchten
  • den Hals warmhalten
  • dem Körper Bettruhe gönnen

Dazu kann man mit Hausmitteln, zum Beispiel mit Gurgeln und Halswickeln, das Wohlbefinden steigern. Bei sehr starken Halsschmerzen helfen Lokalanästhetika oder Schmerzmittel aus der Apotheke.

– Anzeige –

Algovir Banner

Halsschmerzen gezielt vorbeugen

Halsschmerzen beugt man übrigens am besten vor, indem man sich in der kalten Jahreszeit warm anzieht und durch hygienische Maßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen das Ansteckungsrisiko vermindert, insbesondere wenn man sich an öffentlichen und stark frequentierten Orten aufgehalten hat. Ferner sollte man sich möglichst nicht ins Gesicht fassen. Denn dadurch bringt man Erreger von der eigenen Hand in die Nähe der Schleimhäute, wo sie sich ausbreiten und eine Erkrankung auslösen können. Vermeiden Sie außerdem trockene Luft, indem Sie regelmäßig lüften. Auch Nasenduschen und ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt sorgen dafür, dass die Schleimhäute in Mund und Nase ihre Schutzfunktion optimal aufrechterhalten können.

Hier weiterlesen: Erkältet? algovir® Effekt kann die weitere Vermehrung der Viren stoppenAnzeige >>

Was hilft gegen Halsschmerzen >>

Hausmittel bei Schmerzen im Hals >>